Berlin hat eine besondere Vorliebe für Grün. Urbane Landwirtschaft, nachhaltige Mode und vegane Gastronomie verwandeln die einstige Industriestadt zunehmend in eine trendige, grüne Metropole. Diese Entwicklung wird von dem Wunsch getrieben, grüne Oasen zu erhalten und auszubauen, sowie von der Bereitschaft, nachhaltige und alternative Wege zu gehen. Mehr über den Trend des grünen Tourismus in Berlin und dessen Einfluss auf die Stadtökologie lesen Sie auf berlinname.eu.
Die grüne Geschichte der Stadt
Berlin ist traditionell eine grüne Stadt. Offiziell gibt es etwa 430.000 Bäume, und mehr als ein Drittel der knapp 900 Quadratkilometer großen Stadtfläche besteht aus Grünanlagen, davon die Hälfte aus Wäldern. Öffentliche Parks gleichen einer erweiterten Wohnzimmerfläche für die Berliner, und jeder bedrohte Baum steht unter besonderem Schutz.
Diese grüne Prägung ist eng mit der Stadtgeschichte verbunden. Parks wie der Tiergarten oder der Schlosspark Charlottenburg wurden von den preußischen Königen angelegt. Im 19. Jahrhundert entstanden Arbeitersiedlungen und Schrebergärten als grüne Inseln im wachsenden industriellen Ballungsraum. Im Jahr 1920, als Berlin zu seiner heutigen Größe anwuchs, wurden mehrere Städte und Dutzende Dörfer samt ihrer Grünflächen in die Stadt integriert. Nach dem Zweiten Weltkrieg waren Naherholungsgebiete im geteilten Berlin überlebenswichtig. Ohne sie hätten die eingeschlossenen West-Berliner den Mauerbau kaum überstanden. Nach dem Fall der Berliner Mauer wurden Teile des ehemaligen Todesstreifens in neue Radwege, Parks und Gärten umgewandelt.
Ökologisch und grün

Wer heute keinen eigenen Garten hat, kann an verschiedenen Gemeinschaftsprojekten teilnehmen, sich mit Ernteerträgen aus Aquaponikfarmen versorgen oder auf Selbstversorgungs-Gärtnerei umsteigen. Neben der traditionellen Nähe zur Natur ist Berlin auch eine Stadt ökologischer Trends. Für viele Berliner ersetzt das Fahrrad (entsprechend stilvoll ausgewählt) das Auto als Statussymbol. In Do-it-yourself- und Upcycling-Werkstätten lernen sie, Möbel oder Kleidung selbst herzustellen, anstatt sich nur mit Massenwaren zu umgeben. Müllfreies Leben, plastikfreie Läden oder selbst angebaute Lebensmittel werden zu Symbolen eines neuen Trends.
Viele Menschen leben nach dem Motto eines gesunden und nachhaltigen Lebensstils. Das Kleid muss nachhaltig produziert sein, aber bitte mit Glamour. Der Wunsch, grüne Oasen zu bewahren und auszubauen, in Kombination mit der Bereitschaft, ökologische Wege zu gehen, macht Berlin zu einem Zentrum für nachhaltigen Lebensstil.
Grüner Tourismus in Berlin

GreenMe Berlin bietet einen umfassenden Ansatz zum Thema „Grünes Berlin“. Die Plattform gibt einen Überblick über grüne Hotspots der Hauptstadt – von Restaurants und Cafés über Geschäfte bis hin zu urbanen Gärten und Veranstaltungen. Besucher können die Persönlichkeiten hinter diesen Konzepten in einem begleitenden Podcast oder bei Kieztouren kennenlernen.
Für Besucher, die sich für die grüne Modeszene Berlins interessieren, organisiert Green Fashion Tours Führungen zu originellen Geschäften und Marken, wo Designer und Inhaber ihre Arbeit vorstellen. Mit GoArt! be discovered, einer Agentur, die sich auf kreative Stadterkundungen spezialisiert hat, lässt sich die Welt des grünen Designs ebenfalls entdecken.Stadttouren, die Phänomene wie Urban Gardening, gemeinschaftliches Wohnen oder alternative Kulturen beleuchten, können bei id22 gebucht werden. Wenn Radfahren noch nicht grün genug ist, zeigt die Tour „Berlin der Zukunft“ von Berlin on Bike, wie sich die Stadt schrittweise in eine umweltfreundliche Metropole verwandelt. Die Tour „Grüne Oasen“ bietet einen Einblick in kreativ genutzte Grünflächen der Stadt.
