Bürgerpark Pankow: Ein beliebtes Ausflugsziel in Berlins Vororten

Der Bürgerpark Pankow gehört zu den beliebtesten Erholungsorten für die Bewohner Pankows. Alles begann mit einem Auftrag des Barons Kilisch von Horn, der den Gartendirektor Wilhelm Perring beauftragte, einen Park nach englischem Vorbild anzulegen. Zwischen 1854 und 1864 nahm der Park Gestalt an. Mehr zur Entstehung eines der Berliner Parks erfahren Sie auf berlinname.eu.

Eine gewöhnliche Mühle

An der Panke, dem Fluss, der dem Dorf Pankow seinen Namen gab, stand seit dem 16. Jahrhundert eine gewöhnliche Mühle. 1856 wandelte Hermann Kilisch von Horn, Gründer der „Berliner Börsenzeitung“, das Mühlengebäude in einen Familiensitz um. Später erwarb er die umliegenden Grundstücke. Die Spandauer Straße, die durch das Zentrum seines Anwesens führte, wurde an die südliche Grundstücksgrenze verlegt. Zwischen 1868 und 1871 legte der Gartendirektor Wilhelm Perring, später technischer Leiter des Botanischen Gartens Berlin, einen Landschaftspark mit seltenen Bäumen und Pflanzen an. Künstliche Hügel wurden geschaffen, auf denen nun Tiergehege stehen. Es gab Herrenhäuser, ein Gewächshaus, Pavillons, einen Aussichtsturm mit Fahne, Teiche, eine Fasanerie, eine Pagode, eine unterirdische Grotte mit Ausgang zur Panke und zahlreiche Skulpturen.

Eigentum der Stadt

Im Februar 1907 erwarb die Gemeinde Pankow unter Bürgermeister Wilhelm Kuhr das Anwesen. Im selben Jahr eröffnete in einem ehemaligen Gärtnerhaus ein Restaurant. Der Bürgerpark wurde offiziell am 25. August 1907 eingeweiht. In den folgenden Jahren wurde das Restaurant erweitert, ein Musikpavillon, Spielplätze, Tennisplätze und Toiletten wurden gebaut. Während des Ersten Weltkriegs diente das Restaurant als Lazarett. 1923 wurde der Park nach Norden über die Panke hinaus erweitert. Im Zweiten Weltkrieg erlitt der Park 1945 durch Bombenangriffe schwere Schäden.

Eine besondere Attraktion des Parks ist die 1955 eröffnete Parkbibliothek, die in Berlin einzigartig ist. Das Herrenhaus wurde 1961 abgerissen, das Gärtnerhaus folgte 1965. Zwischen 1965 und 1967 wurde der Park unter der Leitung des Landschaftsarchitekten Erwin Stein umfassend umgestaltet. Interessanterweise befand sich seit 1927 in der Wilhelm-Kuhr-Straße 3 die Glasinstrumentenfabrik von Reinhold Burger, dem Erfinder der Thermoskanne. 1903 ließ er sein Patent eintragen, verkaufte jedoch 1909 die Rechte daran, was die weltweite Verbreitung der Thermoskanne ermöglichte.

Vorort von Berlin

Bis 2001 war Pankow ein eigenständiger Bezirk Berlins. Das Dorf wurde erstmals 1311 erwähnt, obwohl die Kirche „Vier Evangelisten“ bereits um 1230 errichtet wurde.

Eine der bekanntesten Sehenswürdigkeiten Pankows ist das dreiteilige Eingangstor im italienischen Stil am alten Friedhof. Die schmiedeeisernen Gitter stammen aus derselben Zeit wie das Tor. Das Wächterhäuschen rechts, bekannt als Kastellanin, wurde im Gutshofstil errichtet. Wilhelm Perring liegt auf dem ersten kommunalen Friedhof Pankows an der Wilhelm-Kuhr-Straße begraben, der 1841 eröffnet wurde. Hermann Kilisch von Horn fand seine letzte Ruhe in einem 1904 vom Pankower Steinmetzmeister Christian Friedrich Malingrio erbauten Mausoleum.

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