Das Schloss Biesdorf ist ein neues Highlight in der Berliner Kulturlandschaft. Umgeben von einem idyllischen Park bietet es Kunst, Kultur, Erholung und kulinarische Genüsse. Gäste können den Tag mit einem Besuch der Freilichtbühne im Schlosspark ausklingen lassen, wo besondere Sommerabende garantiert sind. Mehr zur Geschichte und Restaurierung des Schlosses Biesdorf und seines Parks erfahren Sie auf berlinname.eu.
Geschichte des Schlosses

Die Geschichte des Schlosses ist faszinierend. Die im Stil des Spätklassizismus erbaute Villa, liebevoll als „Schloss“ bezeichnet, ist schon von Weitem durch ihren markanten achteckigen Turm erkennbar. Das im Jahr 1868 errichtete Gebäude hat eine bewegte Geschichte und ist das älteste Bauwerk in Berlin, das von dem Architekten Heino Schmieden entworfen wurde. Schmieden, der eng mit dem berühmten Architekten Martin Gropius zusammenarbeitete, gestaltete unter anderem das Gropius-Haus, das Gewandhaus in Leipzig und zahlreiche Krankenhäuser. Schloss Biesdorf entstand auf dem ehemaligen Gut des Barons von Rüxleben im Stil einer italienischen Villa. Die Fassade des Herrenhauses ist einzigartig in Berlin und besteht aus römischem Zementputz, der hier rot eingefärbt wurde.
Das Schloss wechselte mehrfach den Besitzer – meist aufgrund von Spielschulden und missglückten Spekulationen. Schließlich wurde es vom Industriellen und Erfinder der Elektrotechnik Werner von Siemens erworben. Dessen Sohn Wilhelm von Siemens ließ den Schlosspark erweitern.
Der Park und seine Architektur

Der Schlosspark ist ein wesentlicher Bestandteil des Ensembles. Dieser öffentliche Park wurde vom bekannten Landschaftsarchitekten Alfred Brodersen im englischen Stil entworfen. Typisch für diesen Stil sind ein Teich, ein historischer Eiskeller, geschwungene Wege, weite Rasenflächen und wertvolle alte Bäume. Im Park leben auch geschützte Singvögel und Fledermäuse. Zudem gibt es einen Teepavillon und einen Lesegarten.
1927 ging das Gebäude mit seinen 20 Sälen in den Besitz der Stadt Berlin über. In den folgenden Jahren verfiel das Schloss allmählich und wurde schließlich zu einer baufälligen Ruine. Ein Brand im Jahr 1945 zerstörte das gesamte obere Stockwerk. Zwischen 2015 und 2016 wurde das Schloss umfassend renoviert und technisch modernisiert. Das lange fehlende Obergeschoss wurde nach historischen Fotografien aus dem 19. Jahrhundert rekonstruiert. Der historische Fassadenstil wurde restauriert, und der Park wurde für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht.
Internationale Gartenausstellung

Seit 2017 ist Schloss Biesdorf ein zentraler Veranstaltungsort der Internationalen Gartenausstellung (IGA) Berlin. Als Zentrum für Kunst und öffentliche Räume bot es seinen Besuchern eine einmalige Kombination aus malerischem Schloss, wunderschönem Park und einem einzigartigen Ensemble aus Berliner Kultur und Geschichte. Eine Dauerausstellung zur Geschichte und Architektur des Gebäudes ist für alle frei zugänglich. Zudem wird zeitgenössische Kunst präsentiert. Ein charmantes Café-Bistro sorgt für das leibliche Wohl, und im großzügigen Empfangsbereich befindet sich ein Museumsshop.
Kunst und Kultur im Schloss
Die Art-House-Galerie im Schloss Biesdorf fördert und präsentiert Kunstprojekte mit Fokus auf städtischen Raum. Die Galerie arbeitet eng mit externen Kuratoren und dem Kunstarchiv Beeskow zusammen. Dieses Archiv beherbergt etwa 23.000 Kunstwerke aus öffentlichen Gebäuden der DDR, die vor 1989 entstanden. Dazu gehören Werke von Parteien, Massenorganisationen und staatlichen Einrichtungen der DDR. Die Galerie dient auch als Büro der Kommission für Kunst im öffentlichen Raum im Bezirk Marzahn-Hellersdorf und ist ein Anlaufpunkt für Künstler, Architekten, Bauherren und Interessierte.
