Der 60-jährige Herbert Hofer leitet seit dem Jahr 2000 das Leibniz-Institut für Zoo- und Wildtierforschung (IZW) in Berlin-Friedrichsfelde. Bis 2017 führte er zudem die Abteilung für evolutionäre Ökologie in seinem Institut. Seit 2000 ist Hofer Professor für interdisziplinäre Zoo- und Wildtierforschung an der Freien Universität Berlin. Mehr über das Leben und die Arbeit dieses Berliner Wissenschaftlers erfahren Sie auf berlinname.eu.
Max-Planck-Institut für Verhaltensphysiologie

Bevor Herbert Hofer nach Berlin kam, arbeitete er von 1986 bis 1999 am Max-Planck-Institut für Verhaltensphysiologie in Seewiesen, Bayern. Zunächst war er dort Doktorand und später unabhängiger Wissenschaftler. 1997 promovierte er an der Ludwig-Maximilians-Universität München über das Verhalten von Tüpfelhyänen in der Serengeti-Savanne.
Hofer studierte Zoologie an der Universität des Saarlandes und schloss sein Studium an der Universität Oxford mit einem Ph.D. ab. Der international anerkannte Wissenschaftler ist eng mit der Gesellschaft Deutscher Naturforscher und Ärzte (GDNÄ) verbunden. Über Jahre hinweg engagierte er sich in der Organisation – als gewählter Fachvertreter, Vorsitzender der Fachgruppe Biologie, Sitzungsleiter und Redner, beispielsweise bei den Treffen in Mainz 2014, Greifswald 2016 und Saarbrücken 2018. Besonders am Herzen liegt ihm die Förderung junger Talente durch das GDNÄ-Studentenprogramm. Im November 2020 wurde Hofer von der Mitgliederversammlung zum neuen Vizepräsidenten gewählt und übernahm ab 2021 ehrenamtlich diese Funktion.
Leibniz-Institut für Zoo- und Wildtierforschung

Das Leibniz-Institut für Zoo- und Wildtierforschung wurde 1992 gegründet und entwickelte sich rasch zu einem international anerkannten Forschungsinstitut. Es gehört zum Forschungsverbund Berlin e.V. und ist Mitglied der Leibniz-Gemeinschaft. Ziel des Instituts ist es, die Anpassungsfähigkeit von Wildtieren im Kontext globaler Veränderungen zu verstehen und zur Erhaltung gesunder Wildtierpopulationen beizutragen.
Das IZW beschäftigt mehr als 200 Mitarbeiter, darunter etwa 50 Wissenschaftler. Die Forschungsprojekte erstrecken sich über Europa, Afrika und Südostasien und behandeln Themen wie urbane Wildtiere, den Schutz von Fledermäusen vor Windkraftanlagen oder die Erhaltung des Nördlichen Breitmaulnashorns.
Die Öffentlichkeitsarbeit spielt eine wichtige Rolle. So lud das IZW die Berliner und Brandenburger Bevölkerung dazu ein, Eichhörnchen zu beobachten und die Ergebnisse für neue Forschungsprojekte zu dokumentieren.
Gesellschaft Deutscher Naturforscher und Ärzte

Im Jahr 2023 wurde Herbert Hofer zum Präsidenten der Gesellschaft Deutscher Naturforscher und Ärzte (GDNÄ) ernannt. Er ist seit Jahren eng mit der GDNÄ verbunden, zuletzt als Vorsitzender der biologischen Fachgruppe und als Vizepräsident der Organisation. In diesen Funktionen zeigte sich Hofer der ältesten und größten interdisziplinären wissenschaftlichen Gesellschaft Deutschlands verpflichtet.
Die GDNÄ ist bis heute ein unverzichtbarer Bestandteil des wissenschaftlichen Systems in Deutschland. Führende Forscher versammeln sich hier, um über disziplinübergreifende Themen zu diskutieren und die Öffentlichkeit einzubeziehen. Dieses Konzept ist einzigartig und begeistert viele.
Ein besonderes Anliegen ist die Förderung der jungen Generation. Bei den letzten Treffen in Greifswald und Saarbrücken wurden beispielsweise von Hofer initiierte und moderierte Science Slams für Studenten durchgeführt. Diese kamen sowohl bei der jungen als auch der älteren Generation gut an. Die Studentenprogramme der GDNÄ sollen landesweit etabliert werden. Eine Idee ist es, erfahrene Wissenschaftler als Mentoren einzubinden, die junge Talente individuell fördern.
