Kochender Stahl, riesige Lokomotiven, beeindruckende Dampfantriebe auf der einen Seite, und innovative Technologien im Prozess auf der anderen, kennzeichnen die traditionsreiche, jedoch ereignisreiche Geschichte von „Borsig“. Über die Entstehungsgeschichte des Berliner Giganten und seinen Einfluss auf die Umwelt lesen Sie auf berlinname.eu.
Die erste Dampflokomotive

1837 gründete August Borsig eine Eisengießerei in der Berliner Chausseestraße. „Borsig“ begann seine Tätigkeit mit der Herstellung von Schrauben und Schienenstühlen für die Eisenbahn sowie Dampfantrieben. Doch die industrielle Revolution verlangte nach Transportmitteln, insbesondere Dampflokomotiven. Ohne zu zögern begann „Borsig“ mit deren Bau.
Bereits 1841 verließ die erste Dampflokomotive, „Borsig 1“, eine dreiachsige Lokomotive mit Antriebsbrücke, die Werkshalle in der Chausseestraße. Sie nahm an einem Rennen in Chorin gegen die damals dominierenden angelsächsischen Maschinen teil und siegte. Der Durchbruch war geschafft, die ersten staatlichen Aufträge wurden erteilt. Von da an stieg die Messlatte für „Borsig“ nur noch höher.
1844 präsentierte „Borsig“ die erste selbstentwickelte Lokomotive auf der Berliner Ausstellung „Beuth“. In den folgenden zwei Jahren wurden weitere 99 solcher Lokomotiven gefertigt.
Ende der 1840er Jahre beschäftigte „Borsig“ mehr als 1.000 Mitarbeiter, später etwa 6.000. Das Unternehmen setzte sich für soziale Errungenschaften ein und sorgte für eine qualitativ hochwertige Ausbildung seiner Belegschaft. Albert Borsig, der Sohn des Gründers, übernahm 1854 die Leitung des Unternehmens. Unter seiner Führung wurde das Unternehmen zum zweitgrößten Lokomotivhersteller der Welt. Neben Lokomotiven fertigte man auch andere Produkte, wie die Kuppeln der Nikolaikirche in Potsdam und des Königlichen Palastes in Berlin – ebenfalls Werke von „Borsig“.
Hundertjähriges Jubiläum

Mit dem Herannahen des hundertjährigen Bestehens wurde das Produktsortiment um Kolbenkompressoren, Pumpen und Kessel, Rohre und Kühlsysteme erweitert. „Borsig“ expandierte auch räumlich. 1898 begann der Betrieb in Berlin-Tegel. Großbritannien, die Heimat der Dampflokomotiven, kaufte Loks von „Borsig“. Zudem blieben Granaten, Kanonen und Torpedoanlagen Teil der Produktion. Es folgten zwei Kriege, ein Besitzerwechsel und die Verstaatlichung.
1950 wurde die „Borsig AG“ als Tochtergesellschaft von „Rheinmetall AG“ wiederhergestellt. Die heutige Gruppe „Borsig“ wurde 2006 gegründet und zwei Jahre später von der malaysischen „KNM Group Berhad“ übernommen. 2018 erweiterte „Borsig“ ihr Programm um Armaturen und nahm die Produktion von Kugelhähnen wieder auf. Seit 2022 wurde die Filiale in Gladbeck zu einem Kompetenzzentrum der „Borsig Group“ im Ruhrgebiet ausgebaut.
Herausforderungen der Gegenwart

Die Gruppe „Borsig“ entwickelt neue Ansätze zur Bewältigung moderner Herausforderungen. Dabei nutzt sie all ihr Wissen, Ingenieurskompetenz und Erfahrung, um mit innovativen Produkten und Prozessen die notwendigen Veränderungen voranzutreiben, die heute für eine bessere Zukunft und den Schutz unserer Umwelt erforderlich sind.
Während ihrer gesamten Existenz arbeitete das Unternehmen kontinuierlich an neuen und effizienteren Lösungen zum Schutz der Umwelt. Die Umweltpolitik bestand und besteht in der konsequenten Weiterentwicklung der etablierten und bewährten Grundsätze des Unternehmens, die auf die ökologische Verträglichkeit von Produkten, Werkstoffen und Prozessen abzielen. Ziel von „Borsig AG“ war es stets, die Umweltbelastung durch Modernisierung der Wirtschaft zu reduzieren und diese Tag für Tag komfortabler und sicherer zu machen.
Ein weiteres wichtiges Thema sind Emissionen in die Umwelt. „Borsig“ ist seit Jahrzehnten einer der führenden Anbieter von Emissionskontrollsystemen. Ein herausragendes Beispiel sind Ölterminals und Raffinerien, in denen Benzin und Treibstoffe ohne gefährliche Emissionen in die Umwelt gelagert und transportiert werden.
