Die Badesaison ist ein lang ersehntes Ereignis für viele Berliner. Ihr offizieller Beginn signalisiert nicht nur, dass die Gewässer der Stadt wieder genutzt werden können, sondern auch, dass die Wetterbedingungen dafür günstig sind. Besonders wichtig ist, dass die Berliner Seen und Strände zum Saisonstart die Erwartungen der sonnenhungrigen Berliner und Touristen erfüllen. Mehr über die Feinheiten der Badesaison erfahren Sie auf berlinname.eu.
Start der Badesaison

Die Saison beginnt mit der Veröffentlichung einer aktualisierten Liste aller offiziellen Badezonen durch das Landesamt für Gesundheit und Soziales. Diese Liste bietet Informationen zur Sichttiefe, zu Bakterienkonzentrationen und zum Algenwachstum. Das Amt nimmt alle zwei Wochen Wasserproben und stellt sicher, dass die Berliner Badegewässer weiterhin ihre gute Qualität behalten.
Wie in den Vorjahren kann an fast allen Berliner Stränden bedenkenlos gebadet werden. Allerdings führt der jährliche Zufluss der Spree durch das Stadtgebiet an einigen Stellen zu einer erhöhten Mikrobenbelastung, beispielsweise in Unterhavel, an der Kleine Badewiese in Spandau und am Grunewaldturm in Wilmersdorf. Das Baden wird dort aus Vorsicht nicht empfohlen. Diese Empfehlungen basieren auf strengen EU-Richtlinien für Wasserqualität. Dennoch ignorieren viele Menschen die Warnungen und baden auch an diesen Orten, oft mit kleinen Kindern.
Nach starken Gewittern nicht baden

Wer die Wasserqualität nicht fachmännisch beurteilen kann, sollte auf die Sichttiefe achten. Eine klare Sicht von mindestens 1,5 Metern gilt als Richtwert. Klare Gewässer sorgen zudem für mehr Sicherheit, besonders für Kinder. Beispielsweise beträgt die Sichttiefe in Alten Hof an der Unterhavel beeindruckende vier Meter, ebenso im Freibad Heiligensee in Reinickendorf. Am Großen Krampe in Köpenick beträgt die Sichttiefe nur etwa einen Meter, dennoch ist das Wasser dort bedenkenlos nutzbar.
Nach starken Regenfällen können Schmutz, Müll oder Tierkadaver ins Wasser gespült werden, was die Sicht und Qualität beeinträchtigen kann. Daher sollte nach einem Gewitter drei Tage lang auf das Baden verzichtet werden. Besonders kleine Kinder können durch verschmutztes Wasser an Durchfall erkranken. Eine weitere Regel: Der sogenannte Schilfgürtel, der viele Badezonen umgibt, sollte nicht betreten werden, da er der Wasserreinigung dient. Algenwachstum deutet oft auf gute Wasserqualität hin, auch wenn grüne Pflanzen bei vielen Badegästen Abneigung auslösen. Gefährlich sind nur Blaualgen, die Giftstoffe freisetzen können.
Strand oder Freibad?

Wer keine Algen mag und einfach nur schwimmen möchte, sollte ein Sommerfreibad wählen. Es lohnt sich, die Preisanpassungen bei den Berliner Bäderbetrieben zu beachten. Im Sommer gelten einheitliche Tarife, unabhängig von der Tageszeit.
Einige Strandbäder, wie das am Orankesee in Lichtenberg, bieten günstigere Eintrittspreise als Freibäder. Nach Erfahrung von Experten benötigen die Menschen nach kühlen Temperaturen zunächst einige warme Tage, um sich an das neue Klima zu gewöhnen und ins Wasser zu gehen. Oft öffnet die Saison offiziell, wird aber kurz darauf wegen schlechten Wetters oder fehlender Besucherzahlen wieder pausiert. Am Strandbad Lübars lockt man Badegäste mit kostenlosem Eintritt zum „Tag der offenen Tür“.
