Statt Meer: Die besten Badeseen in Berlin

Schwimmen ist eine universelle Freizeitaktivität, die für Menschen jeden Alters geeignet ist. Wasseraktivitäten wirken sich positiv auf die Gesundheit, das Aussehen, die Stimmung und das allgemeine Wohlbefinden aus. Beim Schwimmen werden alle Muskelgruppen aktiviert, was dabei helfen kann, Rückenprobleme zu lindern, die Wirbelsäule zu stärken und die Haltung zu verbessern. Auch innere Organe profitieren: Durch die ständigen Bewegungen und den sanften Druck des Wassers wird der Körper – einschließlich der inneren Organe – sanft massiert. Schwimmen fördert die Verdauung, stabilisiert das Herz-Kreislauf-System und wirkt sich positiv auf die Harnwege aus. Für Asthmatiker ist Schwimmen besonders wertvoll, da es die Lungenkapazität erhöht und die Atemwege stärkt. Außerdem hilft es beim Abnehmen, verbessert den Schlaf und reduziert Stress.

In Berlin gibt es zahlreiche Seen, an denen man nicht nur schwimmen, sondern auch sonnenbaden, spazieren, angeln oder einfach die Nähe zum Wasser genießen kann. Im Folgenden finden Sie eine Auswahl der besten Seen, die Sie auf berlinname.eu entdecken können.

Krumme Lanke

In den wärmeren Monaten zieht es viele Berliner zur Krumme Lanke, um sich abzukühlen. Die Umgebung des Sees ist ideal für Spaziergänge, Jogging, Radfahren oder entspannte Stunden auf einer der zahlreichen Bänke am Wasser. Die Krumme Lanke wird von den dichten Wäldern des Grunewalds umgeben. Im Winter wagen sich einige Mutige auf die zugefrorene Eisfläche, um Schlittschuh zu laufen. Für Angler bietet der See 18 verschiedene Fischarten.

An der Krumme Lanke ist Freikörperkultur erlaubt, seien Sie also nicht überrascht, wenn Sie nackte Badegäste sehen. Am nördlichen Ufer gibt es zwei flache Buchten mit Sandstränden, die besonders für Kinder geeignet sind. Die Umgebung bietet sowohl ruhige Ecken als auch belebte Bereiche, beispielsweise am südlichen Ende der Fischerhüttenstraße, wo Sie sonnenbaden können. Ein Rundweg um den See hat eine Länge von 2,8 Kilometern.

Müggelsee

Der Müggelsee ist der größte See Berlins mit einer Länge von über 4 km und einer Breite von 2,5 km. Ein Spaziergang um den See bietet die perfekte Gelegenheit, die Beine zu vertreten. Wer den Müggelsee aus verschiedenen Perspektiven erleben möchte, kann im Sommer eine Fähre nehmen, die stündlich verkehrt. Entlang des Ufers finden sich ein Biergarten und zahlreiche Sandbuchten, ideal zum Sonnenbaden.

Der Müggelsee verfügt über drei offizielle Badebereiche, darunter einen FKK-Bereich. Zudem können verschiedene Wasserfahrzeuge, von Motorbooten bis zu Kanus, gemietet werden. Die große Fläche des Sees eignet sich für Segeln und Surfen. Wer eine Pause einlegen möchte, kann in einem der Restaurants oder Cafés rund um den See verweilen oder das Museum für Wasserversorgung besuchen, das sich im Wasserwerk am Nordufer befindet. Dort werden die Funktionsweise und die Geschichte der Berliner Wasserversorgung gezeigt. Am anderen Ufer liegt das idyllische Fischerdorf Rahnsdorf mit seinen Kopfsteinpflasterstraßen und alten Kastanien.

Teufelssee

Der kleine Teufelssee im Grunewald wird von einer grünen Wiese umgeben, die sich ideal für eine entspannte Auszeit eignet. Schwimmer teilen sich das Wasser oft mit Enten. Obwohl der See Teil eines Naturschutzgebiets ist, darf in bestimmten Bereichen gebadet werden. Es gibt eine ausgewiesene Badezone mit Liegewiese, die auch als FKK-Bereich genutzt wird und von der Rettungswacht überwacht wird. Bereiche, in denen das Baden verboten ist, sind eingezäunt und durch Schilder markiert.

Der Teufelssee entstand in der Eiszeit und hat eine Fläche von 2,4 Hektar. Er entstand aus einem unter Sedimentschichten eingeschlossenen Eisblock. Das Wasser ist klar und hat einen relativ niedrigen Sauerstoffgehalt. Von April bis September überwachen Hygieneexperten die Wasserqualität. Der See gehört zum Naturschutzgebiet „Teufelsfenn“. Im Nordosten erhebt sich der künstliche Teufelsberg, auf dem Ruinen einer ehemaligen US-Abhörstation zu sehen sind.

Flughafensee

Der Flughafensee hatte lange Zeit einen schlechten Ruf wegen bakterieller Belastung. Seit 2019 gilt das Wasser jedoch als besonders sauber und sicher. Der See liegt in der Nähe des ehemaligen Flughafens Berlin-Tegel und entstand nach dem Zweiten Weltkrieg durch Kiesabbau. Mit einer Tiefe von bis zu 34,3 Metern ist er der tiefste See Berlins.

Die nördlichen und westlichen Ufer sind von dichten Wäldern umgeben, in denen sich auch ein Vogelschutzgebiet befindet (nicht ideal zum Schwimmen). Andere Uferbereiche eignen sich hervorragend für alle, die dem Stadttrubel entfliehen möchten. Neben dem Schwimmen laden Spazierwege und ein breiter Sandstrand zum Entspannen ein. Außerdem können Sie tauchen oder angeln.

Schlachtensee

Der Schlachtensee ist ein beliebter Badesee bei Berlinern und Touristen. Rund um den See führt ein 7 Kilometer langer Wanderweg durch einen dichten Wald, der besonders bei Läufern und Spaziergängern beliebt ist. Am Südufer gibt es einen Park, während Besucher an der nordöstlichen Seite einen Kinderspielplatz und ein Restaurant mit Biergarten finden können. Der See bietet Anglern 18 Fischarten. Wie der Teufelssee entstand auch der Schlachtensee in der Eiszeit.

Der See eignet sich hervorragend zum Schwimmen, dank seiner hervorragenden Wasserqualität. Die besten Stellen zum Baden befinden sich an den Uferbereichen mit Liegewiesen. Beachten Sie jedoch, dass in einigen Bereichen Strömungen das Schwimmen gefährlich machen können. Im Sommer können Ruderboote und SUP-Boards ausgeliehen werden.

Plötzensee

Der Plötzensee ist ein kleiner Gletschersee, der sich perfekt für eine entspannte Schwimmrunde nach einem anstrengenden Tag eignet. Ein kühles Getränk rundet das Erlebnis ab. Umgeben von Bäumen bietet der See ein Gefühl von Abgeschiedenheit, obwohl er mitten in der Großstadt liegt. Neben einem kleinen Strand gibt es großzügige Liegewiesen zum Sonnenbaden. Kinder- und Sportplätze bieten Raum für Aktivitäten wie Volleyball, Tischtennis und Fußball.

Bereits 1850 wurde hier das erste öffentliche Bad eröffnet. Später entstanden ein militärischer Sportplatz, ein künstlicher Strand und ein Hotel. In den 1920er Jahren wurde das Ufer in einen öffentlichen Park umgewandelt. In der Nähe des Sees befindet sich das Gefängnis Plötzensee, das während der NS-Zeit traurige Berühmtheit erlangte.

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