Park · Berlin · ⭐ 8.9/10 · 8918 Bewertungen · aktualisiert: 2026-08-04 07:55:30
Adresse: Oranienburger Str., 10178 Berlin, Deutschland
Monbijoupark — vier Hektar Sommer auf den Trümmern eines Hohenzollernschlosses
Der Monbijoupark liegt in Berlin-Mitte am nördlichen Spreeufer, direkt gegenüber der Museumsinsel und im Rücken der Neuen Synagoge. Auf nur vier Hektar drängen sich hier eine hölzerne Freilichtbühne, Deutschlands erste Strandbar, ein Kinderfreibad aus DDR-Zeiten, ein Beachvolleyballfeld und weite Liegewiesen. Der Boden unter alldem trägt eine schwerere Geschichte: Bis 1959 stand hier das Schloss Monbijou, Sommersitz der preußischen Königinnen und später Hohenzollern-Museum.
Höhepunkte
- Monbijou-Theater — hölzernes Amphitheater am Wasser, hervorgegangen aus dem 1994 gegründeten Hexenkessel Hoftheater; Freiluftspiel seit 1998, im Winter die Märchenhütten.
- Strandbar Mitte — seit 2002 die erste Strandbar Deutschlands, mit Sand, Strandkörben und abendlichem Tanz unter freiem Himmel.
- Kinderbad Monbijou — Freibad für Kinder, 1960–62 von Heinz Graffunder und Walter Hinkefuß entworfen.
- Chamisso-Denkmal — Standbild des Dichters Adelbert von Chamisso von Julius Moser aus dem Jahr 1888, denkmalgeschützt.
- Blick auf das Bode-Museum — über die 2006 neu errichtete Monbijoubrücke direkt zum Kopfbau der Museumsinsel.
- Beachvolleyball — frei zugänglicher Sandplatz im östlichen Parkteil.
Was dich erwartet
Ein kompakter Stadtpark, der im Sommer zur Bühne wird und im Winter zur ruhigsten Uferstrecke der Innenstadt.
- Weite Liegewiesen bis fast ans Wasser, ausdrücklich zum Sonnen und Ballspielen freigegeben.
- Schattige Wege unter Altbaumbestand, der die Umgestaltungen von 1974 und 2006/07 überstanden hat.
- Spielplätze und das eingezäunte Kinderbad.
- Die hölzerne Freilichtbühne mit ansteigenden Rängen.
- Uferpromenade mit Sitzstufen und Blick über die Spree.
- Der Sandplatz für Beachvolleyball und die Strandbar mit Palmen und Lichterketten.
- Das Chamisso-Standbild als letzter sichtbarer Rest der historischen Schlossanlage.
Was tun und für wen
- Familien — Kinderbad, Spielplätze und flache Wiesen machen den Park zum verlässlichen Sommerziel mit Kindern.
- Sportliche — Beachvolleyball, Ballspiel auf der Wiese, Laufrunden am Spreeufer.
- Theaterpublikum — Sommerabende im Amphitheater, im Winter Märchen in beheizten Holzhütten.
- Nachtschwärmer — Salsa- und Tangoabende in der Strandbar, oft ohne Eintritt und ohne Anmeldung.
- Fotografinnen und Fotografen — der Blick über die Spree auf das Bode-Museum gehört zu den zuverlässigsten Motiven der Stadt.
- Museumsbesucher — die grüne Pause zwischen zwei Ausstellungen liegt eine Brücke entfernt.
Anfahrt & Praktisches
Der Park liegt im Bezirk Mitte. Am schnellsten kommt man mit der S-Bahn bis Hackescher Markt oder Oranienburger Straße, mit der U-Bahn bis Weinmeisterstraße oder mit der Tram M1 und M5. Der Park selbst ist frei zugänglich und rund um die Uhr offen; Theater, Strandbar und Kinderbad haben eigene Saison- und Öffnungszeiten und sind im Winter geschlossen. Gastronomie gibt es im Park nur saisonal, unmittelbar nördlich davon dafür reichlich. Für einen Besuch reichen zwei bis drei Stunden, mit Theaterabend deutlich mehr.
Wann besuchen
Der Park lebt von Mai bis September: Dann laufen Strandbar, Beachvolleyball und die Freiluftsaison des Theaters, die in der Regel von Mitte Juni bis Ende September dauert. An heißen Wochenenden ist jede Wiesenfläche belegt, werktags am späten Nachmittag findet man dagegen problemlos Platz. Im Winter bleibt der Uferweg als kurze, stille Verbindung zwischen Museumsinsel und Scheunenviertel — und die Märchenhütten übernehmen die Abendunterhaltung.
Gut zu wissen
1703 ließ Johann Friedrich Eosander von Göthe hier ein spätbarockes Lusthaus für den Grafen von Wartenberg errichten; der Name stammt vom französischen „mon bijou“ — mein Schmuckstück. Ab 1712 diente es Sophie Dorothea, der Gemahlin Friedrich Wilhelms I., als Sommerresidenz. 1740 ergänzte Georg Wenzeslaus von Knobelsdorff zwei Flügelbauten, 1789 kam ein Torbau von Georg Christian Unger hinzu. Am 22. März 1877, seinem 80. Geburtstag, eröffnete Wilhelm I. im Schloss das Hohenzollern-Museum. Im November 1943 brannte der Bau nach alliierten Bombenangriffen aus; 1959 ließ die Ost-Berliner Führung die Reste trotz Protesten von Museumsfachleuten abtragen. 1960 bis 1962 entstand an der Stelle der heutige Volkspark samt Kinderbad, 1974 folgte eine Umgestaltung, nach 1989 die Sanierung und 2006/07 der Umbau durch das Büro Lützow 7 für rund 3,3 Millionen Euro. Anders als Tempelhofer Feld oder Mauerpark steht dieser Park also weder auf einem Flugfeld noch auf dem Mauerstreifen, sondern auf einem gesprengten Schlossgrundriss.
Tipps für Besucher
- Decke und Proviant mitbringen — die Wiese ist der eigentliche Grund, warum man bleibt.
- Karten für Theaterabende im Voraus sichern; die Ränge sind klein und die Sommerabende beliebt.
- Zum Sonnenuntergang einen Platz am Wasser mit Blick auf das Bode-Museum wählen.
- Grillen ist im Park nicht erlaubt; Müll bitte mitnehmen, an heißen Tagen sind die Behälter schnell voll.
- Den Besuch mit der Neuen Synagoge und dem Scheunenviertel gleich nördlich verbinden.
Fragen und Antworten
Kostet der Eintritt etwas? Nein, der Park ist frei zugänglich. Nur Theatervorstellungen und das Kinderbad haben eigene Regeln.
Was stand hier früher? Das Schloss Monbijou von 1703, ab 1877 Hohenzollern-Museum, 1943 ausgebrannt und 1959 abgetragen.
Gibt es hier wirklich ein Theater? Ja, ein hölzernes Amphitheater am Spreeufer mit Sommerprogramm; im Winter spielen die Märchenhütten.
Ist die Strandbar wirklich die erste Deutschlands? Die Strandbar Mitte besteht seit 2002 und gilt als erste ihrer Art in Deutschland.
Kann man Beachvolleyball spielen? Ja, im östlichen Parkteil gibt es einen frei zugänglichen Sandplatz.
Ist der Park für Kinder geeignet? Sehr — mit Spielplätzen und dem Kinderbad Monbijou, das seit den frühen 1960er-Jahren in Betrieb ist.
Wie komme ich hin? Mit der S-Bahn bis Hackescher Markt oder Oranienburger Straße, von dort wenige Minuten zu Fuß.
Wann ist die beste Zeit? Mai bis September, wenn Strandbar, Sandplatz und Freilichtbühne in Betrieb sind.
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Gästebewertungen
Bewertungen zuletzt aktualisiert: 2026-08-04 07:55:30
Die Daten werden monatlich aktualisiert. Quellen: berlinname.eu sowie redaktionelle Auswahl anhand von Bewertungen.

Dieser Park in der Nähe von Cinnamood und der Museumsinsel hat mir deshalb gefallen. Es gibt dort ein Kinder-Sommerbecken und einen Platz. Er ist klein, aber schön. Mitten im Stadtzentrum
Sehr ruhig! Ein stimmungsvoller Ort, der Sie mit seinen indischen Aromen der Küche aus der Hektik eines großartigen Ortes entführt.
Wir gehen mit der Familie mehrere Stunden spazieren.
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